STROMAUSFALL

Kleine Anmerkung: Um das Lesen dieses Eintrags zu vereinfachen, ein kleiner Tipp vorweg. Text bzw. Textstellen markieren! Ihr werdet SEHEN, warum! ;)

Gestern abend war ich mit ein paar Freunden unterwegs. Wir waren in einer dieser für Istanbul so typischen Bars mit Dachterasse, haben getanzt und Rakı getrunken. Es spielten Musiker, die man mit ihren Instrumenten des Öfteren auch auf der Straße antrifft. Kontrabass, Saxophon, Trommeln… Das ganze Programm, um Balkan-Ska-Gypsy-Dysco-Mucke zu machen. Schweißnasse, tanzbare Weltmusik. Sie haben viel improvisiert, ne Jamsession halt. Und diese Improvisation war auch vonnöten, denn aus heiterem Himmel gingen alle Lichter aus. STROMAUSFALL!!! Sie haben weiter getrommelt und wir haben weiter getanzt, illuminiert von Feuerzeugen und Handydisplays. Kein Grund also, in Panik zu geraten oder sich die gute Laune verderben zu lassen, denn ganz so ungewöhnlich ist das hier nicht. Seitdem ich in Istanbul wohne, ist bestimmt schon um die viermal der Strom ausgefallen. Mal länger, mal kürzer. Nun ja, 10 Minuten standen wir alle also miteinander im Dunkeln, bevor das Licht wieder anging. In der Zwischenzeit ist in mir die Idee gereift, also quasi ein Licht aufgegangen, diesen Blogeintrag zu schreiben. Schließlich will ich euch ja auch ein bißchen an meinem Alltag teilhaben lassen. Doch Ideen für Blogeinträge hatte ich schon öfter, um viele davon wieder zu verwerfen – sei es aus Faulheit oder aus welchem Grund auch immer. Dass ich diesen Eintrag letztendlich realisiere, liegt daran, dass ich nach dem Aufstehen folgendes feststellen musste: STROMAUSFALL!!! Doch dieses Mal sollten wir ganze sechs Stunden im Dunkeln sitzen. Und ich wollte doch fleißig sein, wollte endlich mal wieder etwas für die Uni tun. Doch wie sollte das denn funktionieren? Ohne Strom kein Internet, also keine Möglichkeit mir aus verschiedenen Wikipedia-Artikeln meine Hausarbeit „zusammenzucopypasten“. Also wurden diese Pläne über den Haufen geworfen, Kerzen aufgestellt und spontan ein Tavla-Turnier mit den Mitbewohnern initiert, dass ich nebenbei gesagt gewonnen habe. Später habe ich mich dann doch noch an den Schreibtisch gesetzt, um im Kerzenschein mit dem verbleibenden Saft des Akkus am ebenfalls lichtspendenden Rechner zu sitzen und meine Arbeit (selbstständig) fertig zu stellen. Der Grund, dass ihr diesen Artikel lesen könnt, liegt auf der Hand. Seit ca. 18.30 Uhr haben wir wieder Strom. Es waren nur knapp sechs Stunden, doch sie haben gereicht, um elektrisches Licht, Internet und all diese modernen Bequemlichkeiten schätzen zu lernen. Wie dem auch sei, es war nicht das erste Mal und wird sicher auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Solltet ihr also eine Zeit lang nichts von mir hören, liegt es vielleicht nicht an meiner Faulheit, sondern daran, dass es mal wieder heißt: STROMAUSFALL!!!

Übrigens: Josh hatte schonmal ein ähnliches Problem!

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Ein Gedanke zu „STROMAUSFALL

  1. Schöne Beiträge Benni, macht immer spass zu lesen! Scheinst die Zeit ja gut zu genießen.
    Schöne Beschreibung auch eures sogenannten „Germanistik“ Seminars….

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